Tja, man sollte nicht in den Urlaub fahren und Langeweile schieben. :-) Mein Cousin Björn hatte immer noch kein Boot, meine Angel war nicht so recht für den felsigen Meeresboden ausgelegt und das Wetter war etwas zu regnerisch um sich in die Sonne zu legen. Also ab zu Björn und ins Internet, wo und wer hat hier in dieser Region Norwegische Waldkatzen? Ahh, Aud Klungvik hatte auch noch Babys und war nur 20 Min. von uns entfernt. :-)) Ein Anruf und schon war ich da. Und genau das sollte man nicht machen. Es war ganz schnell klar, dass ich nicht ohne Qvilla nach Hause fahren würde.
Liebe Aud, ich möchte dir für das mir entgegengebrachte Vertrauen vom ganzen Herzen Danken.
Zu Hause angekommen wurde die Kleine natürlich erst einmal von Kaja angefaucht, aber die Neugierde von Kaja und die Unerschrockenheit von Qvilla brachten die Beiden innerhalb kürzester Zeit zusammen. Nun ja, Nano hat sie natürlich abgöttisch geliebt, so was kleines, puscheliges kann man ja nur lieb haben.
Qvilla war ganz anders als Kaja, sie war wild und ungestüm. Es war egal auf welchen Tisch, Schrank oder Anrichte sie sprang, sie landete immer, zumindest mit einem Bein in irgendetwas was da gerade stand und meistens fiel es klirrend zu Boden. Kaja sprang wie eine Gazelle und jede Bewegung von ihr sah elegant aus - Qvilla dagegen, wenn sie irgendwo runter sprang, hörte es sich an, als ob ein Sack Kartoffeln zu Boden fällt. Deshalb wurde sie von uns "Trampellieschen" gerufen.
Wir gingen auch gerne (ich jedenfalls, Qvilla wohl eher nicht) auf Ausstellungen. Sie ist ohne Probleme bis zum Internationalen Champion durchmarschiert. Wir standen sogar auch einmal auf der Bühne, ein einziges Mal wurde sie nominiert und wurde Best in Show :-) Das war die Krönung in ihrer Showkarriere.
Mit 14 Monaten wurde Qvilla das erste Mal rollig. Als im November die Rolligkeit erneut einsetzte, fuhren wir zu Mascha. "Hvidl", ein schneeweißer Kater, war wohlgemerkt für uns der Auserwählte!!!! Als Hvidl ins Zimmer kam, drehte Qvilla ab. Sie hat den armen Kater fast verprügelt und als Bert sie streicheln wollte, standen wir alle stocksteif und wie angewurzelt da. Keiner wagte es sich zu rühren denn Qvilla hatte sich wutschnaubend in Sprungposition gebracht um Bert in den Bart zu springen. So genug, Qvilla eingepackt und nach Hause, die Rolligkeit war wohl nicht so ausgeprägt. Warten wir die Nächste ab.
Dieses Mädel hat uns sage und schreibe ein halbes Jahr warten lassen! Wir haben zwischendurch schon ein ganzes Wochenende bei Mascha, und mit Hvidl im Zimmer, das Kennenlernen geübt. Das ging hervorragend. Nun waren wir voller Hoffnung, weißen Nachwuchs entgegen zu sehen.
Endlich war es soweit, Qvilla wurde rollig, aber jetzt..... ab zu Macha, Hvidl ins Zimmer und ....und... sie hat ihn angefaucht und angeknurrt:-(( Da war nichts zu machen, sie wollte sich nicht von Hvidl decken lassen. Also, bevor noch was Schlimmes passiert, haben wir Hvidl erst einmal aus dem Zimmer genommen. Nun saßen wir da mit unserem Talent! Was ist zu machen? Eine Hormonkur? Ja, ich werde wohl erst einmal mit ihr zum Tierarzt gehen. Wir saßen und redeten und Qvilla rollt sich über den Boden. Mascha: "die ist doch rollig!" Ich: "Ja, natürlich ist sie rollig, weißt du was, hol doch mal deinen schwarzen Kater nach oben". Mascha: "meinst du?" Ich: "also, dass muss ich jetzt wissen".
Løvi kam ins Zimmer.... Spannung pur ..... bei Qvilla gingen die Ohren hoch, die Augen wurden ganz groß und der Hals ganz lang und 65 Tage später kam unser erster Wurf zur Welt. ;-)
Mascha, das haben wir beide ganz super hinbekommen!
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